iPhone und Android testen verschlüsseltes RCS: Was es ist und was es dir bringt

iPhone und Android testen verschlüsseltes RCS: Was es ist und was es dir bringt

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24.02.2026

Verschlüsselte Nachrichten zwischen iPhone und Android starten als Test

Apple und Google testen erstmals Ende-zu-Ende verschlüsselte RCS-Nachrichten zwischen iPhone und Android. Das ist ein echter Meilenstein, weil sich plattformübergreifende Chats bisher oft wie ein Rückschritt angefühlt haben: Sobald Android und iPhone aufeinandertreffen, fiel Kommunikation lange auf SMS-Niveau zurück.

Der Test läuft mit iOS 26.4 Beta 2 auf dem iPhone und der Google Messages Beta auf Android. In den Chat-Details wird die Verschlüsselung per Schloss-Symbol angezeigt.

Was ist RCS

RCS steht für Rich Communication Services und ist der moderne Nachfolger von SMS/MMS. Statt über das alte SMS-System laufen RCS-Nachrichten über das Internet (WLAN oder mobile Daten), bleiben aber in der Standard-Nachrichten-App des Smartphones integriert und sind weiterhin an die Telefonnummer gekoppelt.

Wie RCS funktioniert

RCS ist ein Branchenstandard (GSMA Universal Profile). Damit RCS im Alltag klappt, müssen drei Dinge zusammenspielen:

  • das Smartphone bzw. die Nachrichten-App unterstützt RCS
  • der Mobilfunkanbieter stellt RCS bereit (oder lässt es zu)
  • RCS ist auf dem Gerät aktiviert

Wenn einer dieser Punkte fehlt, fällt der Chat häufig auf SMS zurück. Genau deshalb erleben Nutzer in manchen Tarifen oder Netzen weiterhin inkonsistentes Verhalten.

Was RCS dir im Alltag bringt

Gegenüber SMS/MMS bietet RCS typische Messenger-Funktionen direkt in der Standard-App:

  • bessere Foto- und Videoqualität
  • Lesebestätigungen und Tippen-Anzeige
  • Gruppenchats
  • Nachrichten über Daten statt „SMS-Logik“

Der große Punkt jetzt: Ende-zu-Ende-Verschlüsselung soll auch zwischen iPhone und Android möglich werden. Dann können weder Apple, noch Google, noch der Provider den Inhalt mitlesen – nur Sender und Empfänger.

Warum die Verschlüsselung jetzt so wichtig ist

Google Messages kann RCS bereits verschlüsseln – aber bisher praktisch nur innerhalb der Android-Welt. Apple hatte mit iMessage schon lange Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, aber eben nur iPhone-zu-iPhone.

Das neue Testfeld schließt genau diese Lücke: sichere Chats über Systemgrenzen hinweg. Wenn das stabil und standardmäßig ausgerollt wird, verschwinden viele Gründe, für Alltagsnachrichten zwingend WhatsApp oder Telegram zu brauchen.

Welche iOS-Version und wo du es aktivierst

Im aktuellen Test ist entscheidend: iOS 26.4 Beta 2. Danach findest du am iPhone unter Einstellungen → Nachrichten → RCS-Messaging einen Schalter „End-to-End Encryption (Beta)“, der in der Beta standardmäßig aktiv sein kann.

Wichtig: In der Testphase kann die Funktion je nach Gerät, Region und Anbieter fehlen oder instabil laufen.

Und was ist mit 1&1 in Deutschland

Dein Eindruck war lange nachvollziehbar, denn bei 1&1 gab es RCS auf dem iPhone zeitweise nicht oder nur sporadisch. Inzwischen ist RCS bei 1&1 auf iOS jedoch offiziell freigeschaltet worden (u. a. im Umfeld von iOS 26.2).

Trotzdem gilt: Die neue Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für iPhone↔Android wird in der Beta nicht überall angeboten. Es kann also sein, dass RCS grundsätzlich läuft, die Verschlüsselung aber (noch) nicht.

Was du als Nutzer jetzt konkret erwarten solltest

  • RCS ersetzt SMS im Alltag zunehmend, aber Anbieter- und Beta-Einschränkungen sorgen noch für Ausnahmen.
  • Mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung wird der Standard-Chat erstmals sicher und modern auch zwischen iPhone und Android.
  • Wenn Apple das später in einem regulären iOS-Update standardmäßig aktiviert, wird sich plattformübergreifendes Texten spürbar verändern.