Discord testet Altersprüfung mit Gesichtsscan – Was jetzt auf Nutzer zukommt

Discord testet Altersprüfung mit Gesichtsscan – Was jetzt auf Nutzer zukommt

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14.02.2026

Discord bereitet die Einführung einer globalen Altersverifikation vor. Ab März 2026 sollen bestimmte Nutzer ihr Alter aktiv bestätigen – entweder per Gesichtsscan oder durch Hochladen eines Ausweisdokuments. Ziel sei es, altersabhängige Inhalte besser zu regulieren.

Was genau plant Discord?

Nach Angaben des Unternehmens wird die Altersprüfung zunächst nicht alle Nutzer betreffen. Wer bereits als volljährig eingestuft wurde oder keine sensiblen Inhalte aufruft, soll von zusätzlichen Prüfungen verschont bleiben.

In einigen Ländern – darunter Großbritannien – testet Discord verschiedene technische Anbieter für die Altersverifikation. Dabei kann es vorkommen, dass Nutzer ihre Identität über einen externen Dienst bestätigen müssen.

Wie funktioniert die Altersprüfung?

  • Gesichtsscan über Smartphone oder Webcam
  • Upload eines amtlichen Ausweisdokuments
  • Algorithmische Einschätzung anhand bestehender Nutzerdaten

Discord betont, dass Daten nur temporär gespeichert und anschließend gelöscht werden sollen. Bei einzelnen Tests wird jedoch darauf hingewiesen, dass bestimmte Daten bis zu sieben Tage gespeichert werden können.

Betrifft das auch Deutschland?

Der Rollout soll weltweit erfolgen. In Deutschland gelten zusätzlich die Anforderungen der DSGVO. Wie genau die Altersprüfung hier umgesetzt wird, ist derzeit noch nicht im Detail bekannt.

Fest steht jedoch: Plattformen stehen zunehmend unter regulatorischem Druck, jugendgefährdende Inhalte besser zu kontrollieren. Altersverifikation wird deshalb branchenweit diskutiert.

Warum gibt es Kritik?

Datenschützer sehen Gesichtsscans und Ausweis-Uploads grundsätzlich kritisch, da sensible biometrische Daten verarbeitet werden. Auch wenn Anbieter versichern, Daten nur kurzfristig zu speichern, bleibt für viele Nutzer ein Unsicherheitsgefühl.

Was sollten Nutzer jetzt tun?

  • Datenschutzhinweise sorgfältig lesen
  • Prüfen, ob Altersangaben im Profil korrekt sind
  • Nur offizielle Discord-Dialoge nutzen

Wer unsicher ist, sollte keine Daten an Drittanbieter übermitteln, die nicht eindeutig von Discord stammen.

Fazit: Discord reagiert auf weltweite Regulierung und verschärft die Alterskontrollen. Ob sich die neuen Maßnahmen langfristig durchsetzen und wie sie in Deutschland konkret umgesetzt werden, bleibt abzuwarten.